In Planung: Harry Naujoks – Mein Leben im KZ Sachsenhausen

In Planung:  Harry Naujoks – Mein Leben im KZ Sachsenhausen – 1936 bis 1942 Erinnerungen des ehemaligen Lagerältesten

Die Erinnerungen wurden herausgegeben von Martha Naujoks und dem Sachsenhausenkomitee für die BRD im Jahr 1989. Der Dietz Verlag Berlin veröffentlichte eine Lizenzausgabe für die DDR. 

Harry Naujoks, geboren 1901 in Harburg, Beruf Kesselschmied. Trat 1918 der Gewerkschaft und 1919 der KPD bei. 1934 Anklage wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“; zwei Jahre und drei Monate Zuchthaus. 1936 KZ Sachsenhausen, von Mai 1939 bis September 1942 Erster Lagerältester, danach KZ Flossenbürg. Bis zu seinem Tode am 20. Oktober 1983 Präsident des Sachsenhausen-Komitees in der BRD und Vizepräsident des Internationalen Sachsenhausen-Komitees.  (Daten vom Klappentext der Buchausgabe von 1989)

Zur Entstehung des Buch-Manuskripts

Diese Erinnerungen von Harry Naujoks sind nicht nur persönliche Aufzeichnungen – 720 Seiten umfasst das in Sütterlin-Schrift verfasste hangschriftliche Manuskript –, es wurde während vieler Treffen mit seinen Häftlingskameraden diskutiert. Mitgearbeitet haben Fritz Bringmann, Rudi Homes, Erich Hornig, Willi Konsorski, Fritz Winzer, August Baumgarte, Hugo Dvorznik und Bruno Meyer. 

Ein Zitat von Willi Konsorski aus dem Jahr 1985: „Die Schilderung seiner Erlebnisse unterscheidet sich in manchem von den Berichten anderer ehemaligen Häftlinge. Obwohl es sich um Harrys persönliche Aufzeichnungen handelt, sind sie durch regelmäßige Zusammenkünfte einiger seiner Kameraden, die sich im Hamburger Sachsenhausen-Komitee zusammengeschlossen hatten, ständig überprüft und zum Teil präzisiert worden. Man kann deshalb sagen, dass seine Erinnerungen zugleich auch die Erlebnisse seiner Leidensgenossen widerspiegeln.“

Das so erarbeitete Manuskript wurde für den Druck noch vorsichtig bearbeitet von der Hamburger Historikerin Ursel Hochmuth.